Zwischen Preisdruck und Plattformmacht

Shownotes

Darum geht es in dieser Folge: In der neuen Folge von „Vorgespult“, dem Podcast des Mittelstand-Digital Zentrums Smarte Kreisläufe, geht es um ein Thema, das den Handel aktuell stark verändert: den wachsenden Druck durch internationale Online-Plattformen – und die Frage, wie sich der mittelständische Einzelhandel in diesem Umfeld behaupten kann.

Zu Gast ist Julia Graeber. Sie ist Vorstandsvorsitzende der VEDES AG, eine Verbundgruppe für Spiel, Freizeit und Familie. Tim Geier vom MITTELSTANDSVERBUND – ZGV, ein Partner des Mittelstand-Digital Zentrums Smarte Kreisläufe, spricht mit ihr darüber, welche Auswirkungen das Aufkommen neuer Anbieter mit extrem günstigen Preisen auf den Markt hat und wie der mittelständische Handel diesen Wandel erlebt.

Sie sprechen darüber, welche Herausforderungen – aber auch Chancen – sich daraus ergeben und warum Themen wie Omnichannel, Daten und Kooperation entscheidend für die Zukunft des Handels sind.

Im Gespräch geht es auch um Fragen rund um Produktsicherheit und Rückverfolgbarkeit –besonders wichtige Themen im sensiblen Produktsegment Spielwaren für Kinder – und die Rolle von Regulierung im Zollbereich, die auf europäischer und nationaler Ebene zu erwarten ist.

Wir erfahren, warum saubere Daten und funktionierende digitale Prozesse immer wichtiger werden und wo sich in Verbundgruppen traditionelle Stärken mit neuen Technologien, etwa KI, verbinden lassen. Sie sprechen auch darüber, welche Synergien Kooperationen im Mittelstand bringen, um als Einzelhändler im Wettbewerb bestehen zu können.

Viel Spaß beim Anhören!

Moderation und Redaktion: Tim Geier, DER MITTELSTANDSVERBUND – ZGV, Partner des Mittelstand-Digital Zentrums Smarte Kreisläufe

Zu Gast: Julia Graeber, Vorstandsvorsitzende VEDES AG

Weitere Links LinkedIn Julia Graeber

Webseite VEDES AG

Podcast-Empfehlung: Zukunft des Einkaufens

Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe gibt kleine und mittleren Unternehmen branchenübergreifend Hilfestellung bei allen Fragen rund um Digitalisierungs- und arbeitsgestaltende Themen sowie zur Künstlichen Intelligenz. Nutzen Sie unsere praxisorientierten und kostenfreien Informationsveranstaltungen, Labtouren und Workshops sowie Industriedialoge. www.smarte-kreislaeufe.de

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über aktuelle Veranstaltungen unserer Partner sowie im Netzwerk von Mittelstand-Digital. Wir berichten über Trends und Entwicklungen rund um Themen zur Digitalisierung und bieten spannende Einblicke in Unternehmen. Hier können](https://www.digitalzentrum-smarte-kreislaeufe.de/presse/newsletter.html)können) Sie ihn abonnieren.

Smarte Kreisläufe finden Sie auch auf LinkedIn und Instagram.

Transkript anzeigen

00:00:16: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Vorgespult, dem Podcast des Mittelstand Digitalzentrums Smarte Kreisläufe.

00:00:23: Heute werfen wir einen Blick auf ein Thema das den Handel aktuell stark verändert – Den wachsenden Druck durch internationale Online-Plattformen Und die Frage wie sich der mittelständische Einzelhandel in diesem Umfeld behaupten kann.

00:00:35: Denn neben den großen und bekannten Playern wie zum Beispiel Amazon oder eBay drängen immer mehr neue Anbieter auf den Markt oft mit extrem günstigen Preisen, hoher Geschwindigkeit und enormer Reichweite.

00:00:46: Gleichzeitig stellen sich Fragen rund um Produktsicherheit, faire Wettbewerbsbedingungen und die Rolle von Regulierung – gerade im sensiblen Bereich wie Spielwaren.

00:00:56: Zu Gast ist Julia Greber Vorstandsvorsitzende der FEDES AG.

00:01:00: Sie spricht mit meinem Kollegen Tim Geier vom Mittelstandsverbund, wie der mittelständische Handel diesen Wandel erlebt Welche Herausforderungen, aber auch Chancen sich daraus ergeben und warum Themen wie Omni Channel Daten- und Kooperation entscheidend für die Zukunft des Handels sind?

00:01:15: Eine Folge über fairen Wettbewerb, digitale Transformation und darüber, wie sich traditionelle Stärken mit neuen Technologien verbinden lassen.

00:01:24: Viel Spaß beim Anhören!

00:01:30: Ja liebe Anja herzlichen Dank und auch aus Brüssel schöne Grüße an die Zuhörerinnen und Zuhöhrer unseres Podcasts.

00:01:39: Wir haben heute ein etwas schweres Thema, sozusagen uns vorgenommen.

00:01:43: Und zwar geht es um die neuesten Entwicklungen im Online-Markt und die Auswirkungen auch auf den mittelständischen Handel.

00:01:51: Denn seit letztem Jahr ist auch klar dass Amazon eBail nicht mehr die einzigen Größen in online und eCommerce sind.

00:01:59: Nach einer Studie des R.I.

00:02:00: Retail Institutes aus dem Jahre zwanzig vierundzwanzig ist allein Temu um große zweihundertfünfundachtzig Prozent gewachsen.

00:02:08: Das heißt, dass drei Komma drei Milliarden letztes Jahr umgeschlagen worden sind.

00:02:13: Allein in Deutschland und Timo ist damit tatsächlich auf Nummer fünf der Marktplätze in Deutschland gerückt.

00:02:20: Gleichzeitig, das hört man aus Medien aber auch aus eigenen Erfahrungsberichten, ist klar, dass Quantität leider vor Qualität in diesen Fällen geht.

00:02:30: Wenn an ein Timo und Shein schicken rund vierhunderttausend Pakete täglich nach Europa.

00:02:36: Verbraucherschutzorganisationen waren deshalb.

00:02:39: die Produkte sind oftmals nicht sicher.

00:02:41: Denn Testkäufe kam zu dem Schluss, dass der überwiegende Teil der geprüften Waren nicht den europäischen Normentsprach.

00:02:48: Die Verfahren durch nationale Behörden und Verbraucher- schutzorganisationen laufen aktuell.

00:02:53: es kommt immer wieder ein bisschen was in der Presse auch hervor.

00:02:56: doch die Frage bleibt reicht das alles aus?

00:02:59: Was braucht es denn damit die Angebote mit Billigwarn nicht die Prinzipien des europäischen Binnenmarktes aushäbeln?

00:03:04: und viel wichtiger noch Was kann der lokale und mittelständisch geprägte Handel vor allem in Deutschland tun, um weiterhin auf dem Markt relevant zu bleiben?

00:03:14: Und aus diesem Grund bin ich sehr froh.

00:03:16: Denn wir haben tatsächlich die Ehre Frau Julia Greber, die Vorstadsvorsitzende der FEDES AG Fachhandelsorganisation begrüßen zu dürfen.

00:03:24: Einmal schöne Grüße nach Nürnberg.

00:03:26: liebe Julia!

00:03:27: Einen schönen guten Tag.

00:03:28: Schönen guten Tag und vielen Dank für die Einladung, lieber Tim.

00:03:32: Er hat ja auch den.

00:03:33: Umgang mit den neuen Playern im Online-Markt ist eines der zentralen Themen unserer Zeit und wir erleben einen tiefgreifenden Mandeln im Handel – mit direkten Auswirkungen auf Wettbewerb, auf Innenstädte und auf das Einkaufserlebnis der Menschen.

00:03:49: Bevor ich darauf eingehe wie wir diesen Herausforderungen begegnen möchte ich aber kurz die Fedes vorstellen.

00:03:54: Die Fedes sind eine genossenschaftliche Vereinigung von Spielwarenfachhändlern.

00:03:58: Hinter der Gesellschaft stehen Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Fachgeschäften vor Ort.

00:04:04: Vor über hundertzwanzig Jahren wurde sie als klassische Einkaufsgenossenschaft gegründet, heute ist die Fedes aber viel mehr eine Omnit-Channel-Plattform mit rund sechshundert angeschlossenen Mitgliedsbetrieben und einem europaweit tätigen Großhandel.

00:04:19: Ich bin seit vier Jahren im Vorstand und vertrete ein Handelsunternehmen, das Traditionen stationäre Stärke und Beratung mit digitalen Lösungen verbindet.

00:04:29: Und genau diese Perspektive bringe ich heute mit ein.

00:04:31: Vielen

00:04:32: Dank liebe Julia für die schöne Einführung!

00:04:35: Wie wird denn bei der FEDIS und vor allem den mittelständischen Händlern dieser Change-Prozess also weg von den klassischen Onlinegrößen hin zu international agierenden Größen wahrgenommen?

00:04:46: Wir nehmen vor allem zwei Dinge wahr Erstens enormen Wettbewerbsdruck.

00:04:50: Und zweitens eine wachsende Ungeduld auch darüber, dass offenbar nicht für alle dieselben Regeln gelten.

00:04:56: Der Markt hat sich im sehr kurzer Zeit massiv verschoben und Demo ist in Deutschland wie du eingangs gesagt hast extrem schnell gewachsen durch Billigprodukte.

00:05:05: Genau das spüren unsere Händler natürlich unmittelbar.

00:05:08: Ich sage es auch gerne etwas zugeschwitzt ich habe nichts gegen ein Wett Bewerb.

00:05:12: Wett-Bewerbe ist gut aber ich hab etwas gegen Wett bewerbt mit gezinkten Würfeln.

00:05:16: Das Problem ist ja nicht, dass jemand günstig ist.

00:05:19: Das Problem beginnt dort wo Produktsicherheit, Verbraucherrechte und Verantwortung nicht mit derselben Konsequenz eingehalten werden wie von den Händlern die hier seit Jahren sauber arbeiten.

00:05:29: Und bei Spielwaren ist es eben besonders sensibel.

00:05:32: Wir reden nicht über irgendein Produkt wir reden über ein Produkt für Kinder.

00:05:36: Da sind Sicherheit Rückverfolgbarkeit und Verlässlichkeit Keine Kürs, sondern Pflicht.

00:05:42: Und wenn aktuell Stichproben im Bereich Spielzeug zugravierende Sicherheit zum Compliance-Probleme zeigen?

00:05:49: Dann ist das keine theoretische Debatte mehr, sondern es ist ein reales Thema.

00:05:53: Da würde ich tatsächlich gerne auch mal den Blick auf die politische Ebene lenken.

00:05:57: Es ist ja gerade eigentlich in Bewegung bei der Zollreform, bei der Plattformregulierung und bei der Produktsicherheit.

00:06:04: Die Frage, die ich mir stelle, kommen wir regulatorisch wirklich Schritt für Schritt zu gleichen Spielregeln?

00:06:11: Denn aus unserer Sicht ist genau das der entscheidende Punkt.

00:06:14: Und manchmal fehlt es gar nicht an den Regeln, sondern an der konsequenten Durchsetzung und einer nötigen Geschwindigkeit.

00:06:21: Der Handlungsdruck ist hoch aber ich spiele hier den Ball auch gerne mal zu dir Tim du bist direkt in Brüssel fort.

00:06:27: wie nimmst Du die aktuelle Regulierung war?

00:06:29: Es ist einiges passiert.

00:06:31: wir hatten tatsächlich schon Anfang letzten Jahres die große Diskussion aufseiten der europäischen Kommission ja wie kommen wir diesen Thema bei?

00:06:39: Wo ist vielleicht erstmal ein sehr schneller Hebel?

00:06:42: eben für gleiche Wettbewerbsbedingungen oder wie wir es nennen, das Level-Playing-Field zu sorgen.

00:06:47: Und der erste Ansatzpunkt war tatsächlich die Tatsache, wie eben auch schon gesagt, vierhunderttausend Pakete täglich allein in Deutschland da zu versuchen, beim Zoll anzusetzen.

00:06:58: und zwar muss ich vorstellen aktuell bzw.

00:07:01: jetzt seit September oder bis September zwanzig fünfundzwanzig galt einfach die Regel dass Pakete mit einem Wert bis zu hundertfünfzig Euro zollfrei über die Grenze geben gehen konnten.

00:07:11: Das will heißen, die wurden nicht kontrolliert, sie wurden einfach durchgewunken.

00:07:16: gerade ich gewinne mich hier in Brüssel in Belgien unterwegs.

00:07:19: ja der lütticher Flughafen ist ein sehr großer Anlaufplatz und ich habe da auch Bilder gesehen von dieser Paketfood die tatsächlich auf die Zölder eben einfließt.

00:07:28: und die Frage war natürlich oder der Verdachtstand dahinter werden dafür vielleicht Pakete künstlich geteilt werden Lieferungen aufgeteilt sodass man eben unter diese hundertfünfzig Euro Zollfreigrenze kommt?

00:07:38: und da hat die europäische Kommission gesagt und zum Glück hat auch das Europäische Parlament bzw.

00:07:42: die Mitgliedstaaten das unterstützt, dass diese Freigrenze fallen muss.

00:07:46: Das ist jetzt in der Tat Anfang dieses Jahres passiert.

00:07:49: Wir haben eben dieser Aufhebung des Sollfregrenze und einer Rorschalgebühr von drei Euro pro Kleinstendung, die eben auch durch den Zoll gehen muss, entsprechend deklariert werden muss

00:07:58: usw.,

00:07:59: sodass eben da sagen wir mal dieser große Strom zumindest einmal in einigen Dimensionen gebremst worden ist.

00:08:06: Das kann natürlich nicht alles sein, das hat die Europäer Kommission eben auch gesehen.

00:08:10: Wir müssen ein einheitliches, ja erst mal ein digitales System schaffen.

00:08:14: Eine Plattform schaffen und die ist jetzt tatsächlich eben angestoßen worden durch diesen entsprechenden Rechtsakt.

00:08:19: Es geht darum dass die nationalen Zollbehörden ihre Daten in diese zentrale Plattform einspielen das auf der anderen Seite natürlich auch der Importeur einen einzigen Anlaufplatz hat und seine Deklarationen, seine Nachweise usw.

00:08:33: eben in dieser Plattform hinterlegt.

00:08:34: Gleichzeitig versucht die Europäische Kommission zumindest erstmal an der Ankündigung auch moderner zu werden.

00:08:40: In dieser zentralen Plattform soll eben eine künstliche Intelligenz dafür sorgen, dass wenn gewisse Triggers oder Mechanismen ausgelöst werden das dann auch eine vertiefte Kontrolle entsprechend stattfindet.

00:08:52: auf der anderen Seite wir haben es schon angesprochen Es geht auch um Plattformwirtschaft und es geht auch darum inwieweit Plattformen da tiefer oder weitgehender in die Haftung genommen werden.

00:09:01: Und da sind die neuen Regeln tatsächlich sehr klar.

00:09:04: Wenn eben eine Plattform europäischen Ausland nach, also in die europäischen Staaten hinein liefert eine Ware an einen Verbraucher.

00:09:12: Dann ist die Plattform zukünftig auch dafür hafbar im Sinne vom Mehrwertsteuer, im Sinne von Zollvorschriften eben dass diese Produkte A den europäischen Normen entsprechend und B der entsprechende Zoll dafür eben auch abgeführt worden ist.

00:09:26: auf der anderen Seite haben wir ne sehr gute Vereinfachung das fand ich halt sehr interessant dass eben nicht verranten die geprüft sind die getestet sind die ein gewisses Verfahren durchlaufen haben eine gewisse Fastlane, also so einen Schnelldurchlauf eben durchgehen können.

00:09:40: Eben nicht mehr bei jeder Warnlieferung entsprechende Nachweise erbringen muss sondern das einmal sozusagen nachkömpfiesend geworden ist dass die ebenfalls sind sodass der administrative Aufwand an dieser Stelle etwas entfällt.

00:09:54: Das ist das große Paket.

00:09:56: Man muss natürlich dazu sagen, es wird einige Zeit dauern.

00:09:59: Die Europäische Kommission hat jetzt nicht eine Zeitlinie von jetzt bis zum Jahr zwanzig-achtundzwanzig aufgegeben in dem eben dieses einheitliche Zollsystem interviert werden muss.

00:10:09: Klar ist natürlich auch deswegen habe ich nicht umsonst erwähnt diesen Lüterflughafen und diese große Paketenwut.

00:10:15: Es muss natürlich auch auf Mitgliedstaatenseite da massiv eben Personal aufgebaut werden.

00:10:20: Das ist sozusagen jetzt die Verbands-Ebene, wo vier tatsächlich jetzt auch im Nachklapp zu dieser großen und sehr guten Initiative versuchen gerade die Bundesregierung anzustoßen, da entsprechend auch Personal aufzubauen weil wenn die Durchsetzung nicht funktioniert das sind die Regeln halt erstmal ganz schön aber es hilft halt nichts.

00:10:36: Ebel Julia du hast ja eben auch schon erwähnt Spielzeug Da kommt ein Tool sozusagen der Europäischen Kommission auch nochmal auf den Plan.

00:10:44: Das gibt es schon seit einigen Jahren und ich benutze das eigentlich ganz gut als Familienvater, eigentlich jeden Freitag bekommt man über das europäische Safety Gateway sogenannte Alarme oder Nachrichten wenn eben Spielzeug dass vorher durch die Europäische Kommission beziehungsweise deren Stellen getestet worden ist mit Blick auf Produkt Sicherheit aber eben auch auf Chemikalien vor allem eine Gefahr darstellt.

00:11:07: Man muss sich halt vorstellen, ja im Jahr zwanzig-fünfundzwanzig alleine gab es fast sechstausend Maßnahmen die erlassen worden sind.

00:11:14: Es sind viele umfassende vor allem Spielzeuge und elektronische Geräte.

00:11:19: eben geprüft wurden dabei eben auch du hast es auch angesprochen Julia.

00:11:23: Sechsunddreißig Prozent dieser Alerts diese Alarme basierten eigentlich allein darauf.

00:11:27: das chemische Stoffe verwendet worden sind die eigentlich nicht in das Produkt hineingehören ist natürlich sehr kritisch vor allem bei Spiesachen die auch mal gerne in den Mund genommen werden, und insofern ist das schonmal eine sehr gute Initiative.

00:11:39: Auf der anderen Seite bzw.

00:11:41: was geschieht aktuell auch im Europäischen Parlament?

00:11:43: Wir haben den Binnenmarktausschuss wo die Abgeordneten tatsächlich eben schauen wie kommt man jetzt diesen erstmal sehr groben Vorwürfen gegen Themo-und Chiein bei?

00:11:52: Das passiert im europäischen Parlament vor allem durch sogenannte Anhörung Wo eben die entsprechenden Akteure eingeladen werden sich vor versammelter Mannschaft sozusagen zu erklären Was denn passiert in Sachen Produkt-Sicherheit?

00:12:04: Was passiert in Sachenproduktrückrufen, Kontrollenmechanismen.

00:12:07: Aber auch Beschwerdemechanismen, die vielleicht auf diesen Plattform eben eingerichtet werden müssen.

00:12:11: Aktuell sind Themen und Schiien da sie im Fokus, in der mittleren Zukunft soll dann auch AliExpress einmal angehört werden so dass da eben die Abgeordneten sich ein rundes Bild verschaffen können ja was diese Plattform eigentlich hier zu tun haben in der Europäischen Union und wie eben auch versucht wird oder welche Schritte eingeleitet werden den europäischen Vorschriften danach zu kommen.

00:12:33: Vielleicht ein letztes Wort noch, wir haben es eben angesprochen diese großen Plattformen wo natürlich jetzt auch Thema dazugehört und da liegen auch an einer gewissen digitalen Regulatorik.

00:12:42: Wir heißen große Plattform haben ein sehr enges Konzett an Vorschriften gerade mit Blick auf Prüfenmechanismen und auf Beschwerdemechanismen die sie einhalten müssen ja so dass eben ein Verbraucher der ein gefährliches Produkt identifiziert hat auch sofort der Plattforms rückspielen kann dass da ein unkonformes Produkt eben auf dem Markt ist, sodass das entsprechend zurückgenommen werden kann.

00:13:06: Also wie man sieht es passiert einiges auf europäischer Ebene.

00:13:09: Es muss natürlich auch im nationalen Gesetz umgesetzt werden und dafür braucht es dann am Ende des Tages wieder das Personal.

00:13:17: Das ist eben die Stelle, wo wir dann auch als Verband einschreiten und sagen gut da muss ein entsprechendes Budget, ein entsprechender Haushalt oder einen Postemhaushalt eben freigegeben werden.

00:13:26: Dass vielleicht mal in einer größeren Nutzstelle sozusagen dargestellt was denn so auf regulatorischer Ebene passiert?

00:13:32: Aber liebe Julia weg von der Regulatorik!

00:13:34: Da passiert einiges.

00:13:35: Wir haben gesehen die Zeitachse Na es sind dann immerhin noch zweieinhalb Jahre vielleicht überbrückt werden müssen.

00:13:42: Was passiert im lokalen Handel über die FEDES jetzt organisiert um dieser Produktwut, aber auch dieser Vielfalt.

00:13:50: Aber auch diese Situation als Seuchen eben beizukommen?

00:13:54: Gibt es da Konzepte die die FEDES mittelfristig fahren möchte?

00:13:58: Ja also der Handel hat ja stärken und er muss jetzt ganz klar seine Stärken setzen.

00:14:04: Gerade im Spielbereich sind die enorm.

00:14:07: Das Spielwaren sind Produkte die man erleben will Plüschstädte, die aber in der Hand hält, merkt man ja wirklich so flauschig ist wie auf dem Bild.

00:14:15: Und gleichzeitig ist das Angebot an Spielwaren riesig.

00:14:18: Also Eltern, Großeltern, Freunde und Familie fragen sich was macht Freude?

00:14:24: Was passt zu welchem Alter?

00:14:26: Was hat einen echten spielerischen Mehrwert?

00:14:28: Was ist nachhaltig und sicher?

00:14:30: Genau hier liegt die Stärke des stationären Fachhandels.

00:14:33: Er schafft Orientiere und Vertrauen.

00:14:36: Wir bieten Etwas, das keine Billigplattform leisten kann.

00:14:39: Die regionale Nähe, die Haptik... ...die persönliche Beratung und die Einordnung.

00:14:45: Und ein gutes Spielwaren-Geschäft.

00:14:46: Das verkaufen nicht einfach die Produkte.

00:14:48: Es hilft ja den Menschen, das Richtige zu finden.

00:14:51: Und es macht auch den Kauf zu einem Erlebnis mit echten Ansprechpartnern vor Ort.

00:14:55: Gerade in unserer Branche entsteht der Mehrwert dann nicht über den niedrigsten Preis sondern über die Auswahl Qualität Service Emotion.

00:15:04: Deshalb bin ich überzeugt, dass stationäre Handel hat Absolut Zukunft, aber eben dann wenn er seine Stärken selbstbewusst ausspielt und auf der anderen Seite, wenn einheitliche gleiche Wettbewerbsbedingungen auch im Online geschaffen werden.

00:15:18: sodass sich eben diese Qualitäten dann auch tatsächlich hoffentlich im Markt durchsetzen.

00:15:23: Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, ein Gang in einem Spielwagen-Geschäft ist immer sehr gefährlich vor allem mit den Kindern.

00:15:29: das dauert dann auch schon mal bisschen länger.

00:15:30: es wird auch sehr gut beraten ist natürlich dann immer eine Frage mit wie viel Paket man da rausgeht aber es macht am Ende des Tages auch sehr viel Spaß.

00:15:37: Ich glaube dass ist auch das liebe Julia was du hier eben hervorzuheben versuchst Dieser Vorteil eben des Lokalhändlers.

00:15:45: Man kann das anfassen, man kann es ausprobieren und diskutieren.

00:15:47: auch ja dass das eben viel stärker eben auch ausgespielt wird Und das umgekehrt eben auch die lokalen Händler sich auch gar nicht verstecken müssen eigentlich Ja Dass sie nur ein lokales Geschäft haben sozusagen sondern dass das wirklich am Ende sage ist eine erhebliche Wettbewerbsvorteile eben auch sein kann.

00:16:04: aber ich habe ja mal bisschen geschaut auf eurer Seite.

00:16:07: ihr habt auch ja ne sehr interessante Verbindung von online in offline.

00:16:10: stimmt das und könnt so ein bisschen was dazu sagen?

00:16:13: Absolut.

00:16:14: Wir denken ja schon lange nicht mehr in online oder offline, separat.

00:16:19: im Grund geht es ja darum was der Kunde will.

00:16:21: und der kunde lebt heute hybrid.

00:16:23: er schaut mobil informiert sich online fragt dem Laden nach bestellt vielleicht digital holen geschäft ab.

00:16:30: genau darauf muss der moderne handel antworten.

00:16:33: das tun wir.

00:16:34: die fetes hat sich zur omnichannel platform entwickelt Und wir unterstützen unsere Partner, unsere Mitglieder mit digitaler Shopping-Lösung.

00:16:42: Mit Produkt- und Mediendaten, mit Click and Collect, mit Stopp Shipment.

00:16:47: Mit Service ist die stationäre Handel, die ihn auch digital schlagkräftiger macht.

00:16:52: Also unser Ansatz ist nicht gegen online.

00:16:54: Unser Ansatz is besser, fairer vernetzter Handel und beides sinnvoll zu

00:16:59: verbinden.".

00:17:00: Das sind sozusagen jetzt die Seite der Verbraucher.

00:17:03: Aber wenn ich es richtig verstanden habe, versucht ihr auch mithilfe von digitalen Tools, digitalen Hilfestellungen sozusagen die Händler auf diese Ebene tatsächlich zu heben.

00:17:14: Und vielleicht ist das auch ein Punkt, den man auch an einem breiteren Republikum davorstellen kann was die Fede da vorschlägt, was wirklich Sinn macht und was mit Blick natürlich auch die begrenzten Ressourcen, Monetäre aber auch personeller Art tatsächlich sinnvoller an der Stelle ist.

00:17:29: Also sprichst du es an?

00:17:31: Die meine Ressourcen, sowohl das Know-how als auch die finanziellen Ressursen sind natürlich bei den Händlern auch eingeschränkt.

00:17:38: Deswegen ist es wichtig, auch meine Empfehlung erst mal mit der Basis anzufangen und nicht immer mit dem lautesten Basswort.

00:17:45: Die erste Frage ist ja habe ich meine Daten im Griff?

00:17:48: Habe ich saubere Produktdaten?

00:17:49: Weiß ich welche Artikel laufen?

00:17:51: Welche Nichts?

00:17:52: Wo ich Marge verlier oder wo ich Reichweite gewinne?

00:17:55: Und habe ich Transparenz über die Verfügbarkeit?

00:17:57: Versortimente über Aktionen?

00:17:59: Viele Händler brauchen nicht zehn Insel-Lösungen, sondern wenige Werkzeuge die im Alltag wirklich helfen.

00:18:05: Dazu gehört eine funktionierende Warnwirtschaft, gute Produktdaten, vernünftiges Dashboard, digitale Sichtbarkeit, Prozesse, die Zeitsparen.

00:18:14: und da muss die Digitalisierung gar nicht spektakulär sein, sondern einfach nützlich.

00:18:18: und ganz ehrlich für viele mittelständische Handlers ist das allein kaum stemmbar.

00:18:23: Da ist es zu vielseitig auch teilweise eben zur Ressourcen Und Finanzierungsintensiv und genau deshalb ist auch die Kooperation so wichtig.

00:18:32: Dafür haben wir unsere Community, unsere Verbundengruppenzentrale, die gemeinsame Plattformen, gemeinsames Services, gemeinsames Know-how zur Verfügung stellt und diese den Händlern unseren Mitgliedern anbietet und damit auch die Digitalisierung für den Mittelstand überhaupt als wirtschaftlich und umsetzbar macht.

00:18:52: Digitale Tools machen wirklich nur Sinn, wenn es jetzt auch dem täglichen Geschäft sozusagen hilft.

00:18:57: Es ist ein Vehikel das Ganze eben nach vorne zu bringen und effizienter entsprechend zu machen.

00:19:03: Und das ist glaube ich ein sehr wichtiger Aspekt natürlich dabei dieser Vernetzungsgedanke Tatsächlich dazu schauen, okay.

00:19:09: Welche Akteure mit welchen Akteuren kann ich mich da besser verbinden?

00:19:12: Sei es jetzt in den Quartieren der Städte, in den einzelnen Stadtteilen aber auch vielleicht und korrigiere mich bitte mit Blick eben auf die Industrie.

00:19:21: also wie können da eben auch Synergien entsprechend geschaffen werden?

00:19:24: ja wenn wir erst bei Digitalisierung gewinnt Jetzt in den letzten zwei Jahren kommt natürlich die klassische Anschlussfrage.

00:19:30: Es gibt ja künstliche Intelligenz, ist das ein Ding bei der FEDES?

00:19:35: und wenn ja?

00:19:36: In welche Richtung wird da auch gedacht?

00:19:38: Könntest du da ein bisschen Licht noch drauf verassen?

00:19:40: Ja also absolut!

00:19:42: Ist ein Thema mit dem wir uns insbesondere zentrale sehr intensiv beschäftigen und es ist auch richtig so.

00:19:48: aber ich sehe Die künstliche Intelligenz auch sehr pragmatisch.

00:19:52: Also für mich ist es weder der Zauberstab noch das Schreckgespenster, ein Werkzeug.

00:19:56: und spannend wird die KI überall dort wo sie den Fachhandel messbar besser macht also bei Produktdaten, bei Content, bei Übersetzungen, Sortimentssteuerung, Kampagnen, Prognosen überall dort auch, wo Routinen automatisiert werden können.

00:20:12: Das schafft dann Luft auch für den Fachhändler dass er sich auf das konzentrieren kann was er am besten kann, das ist beraten, kuratieren Beziehungen aufbauen und Vertrauen schaffen.

00:20:24: Und da bietet dann die KI einfach auch den Mehrwert.

00:20:27: Beraussetzung ist allerdings immer eine sauber Datenbasis.

00:20:29: also schlechte Daten werden durch die KI nicht magisch gut sie werden nur schneller schlecht verarbeitet.

00:20:34: deshalb ist die Datenwirtschaft als Grundlage wichtig.

00:20:37: ich persönlich engagiere mich ja im Mittelstandsverbund und ich sehe im Austausch mit anderen Branchen sehr deutlich viele Herausforderung in.

00:20:44: Verbundgruppen sind Branchenübergreifend ähnlich und genau darin liegt auch eine große Chance.

00:20:49: Die Mittelstandsverbund sind ja rund drei Hundert Verbundkrötengruppen aus, was zu forty-fünf Branchen organisiert.

00:20:55: Und wenn wir hier stärker unternehmen und auch Branchen übergreifen zusammenarbeiten können wir unseren Datenschatz viel besser nutzen.

00:21:02: Ich bin überzeugt nur gemeinsam schaffen wir die notwendige Skalierung.

00:21:07: Mit dem Wettbewerb geben die großen amerikanischen und chinesischen Playern nicht nur zu bestehen, sondern eben aktiv mitzuspielen.

00:21:13: Ja das ist sehr schön gesagt!

00:21:15: Vielleicht als Bild, ja wir stehen nicht mit dem Rücken zur Wand, sondern wir stehen eben mit einem Rücken zu anderen Rücken sozusagen im Mittelstand, die da entsprechend unterstützen können?

00:21:24: Also das sind in der Tat ein sehr weit greifendes Projekt was wir auch im Verband anstoßen und das auch unterstützen, was natürlich oftmals wieder zu Grundsatzfragen führt weil... aus dem Verband gesprochen, ich glaube seit zwanzig Jahren sind wir dabei im Datenwirtschaft als das Tool sozusagen den ersten Schritt zu jeglicher Digitalisierung eben in den Vordergrund zu stellen.

00:21:45: Und ja, in der Tat ist es immer noch ein Thema.

00:21:48: was natürlich jetzt interessant dazu kommt, ist einfach dass diese Daten wenn ich mal einen Einzelhandler bin und vielleicht neben mir eine Parfumorie ein Bäcker und ein Friseur habe, dass die Daten erstmal agnostisch sind, dass sie im Prinzip zusammengeworfen werden können um einem Mehrwert für andere zu generieren und für uns alle.

00:22:08: Und ich glaube, das ist tatsächlich jetzt mal noch eine neue Richtung die wir eben auch versuchen im Verband da entsprechend mit unserer Mitglieder zusammenzuentwickeln.

00:22:15: Insofern liebe Julia sehr wichtig dass du das eben tatsächlich nochmal hier hervorgehoben hast ja und ich lass dich natürlich nicht gehen ohne unsere klassische Frage gestellt so haben und insofern stelle ich sie jetzt auch liebe Julia was sind denn für Dich?

00:22:30: smarte Kreisläufer.

00:22:31: Smart heißt für mich zunächst einmal clever sinnvoll eingesetzt.

00:22:36: bezogen auf unser Thema sind für mich smarte kreisläufe keine abstrakten technologieformen sondern ganz konkret das intelligente zusammenspiel von von datensortiment logistik beratung und kunde.

00:22:50: ganz praktisch bedeutet dass was online gesucht wird muss stationär erlebbar sein aus dem Laden nachgefragt wird, muss wieder in die Sortimentsentscheidung einkaufen und Marketing zurückfließen.

00:23:01: Und die Daten dürfen dabei nicht ins Zielos verschwinden sondern müssen wir genutzt werden um den Händler besser zu machen und dem Kunden relevantere Angebote zu bieten.

00:23:10: Im besten Fall entsteht so ein echter Kreislauf von dem alle profitieren der Kunde weil er Orientierung und Service bekommt.

00:23:18: Der Händeler weil er effizienter und sichtbar wird Wissen und Reichweite bündelt.

00:23:25: Oder ganz einfach gesagt ein Kreislauf ist dann smart, wenn Technologien am Ende den Menschen und den Handel stärkt und nicht Austausch beumacht?

00:23:33: Ein wahnsinnig guter Abschluss für diesen sehr interessante Gespräch liebe Julia.

00:23:39: Herzlichen Dank auch für diese Ausführung!

00:23:41: Und insofern Würde ich jetzt hier gerne einen Punkt dran machen, dir nochmal Julia Greber Vorstandsvorsitzende der FEDES AG herzlich danken für dieses Gespräch und in der Tat wieder zurückgeben nach Berlin.

00:23:55: Lieber Anja, gerne übernehmen!

00:23:57: Und Ihnen allen natürlich einen schönen Tag noch.

00:24:00: Vielen Dank!

00:24:02: Das war unser Gespräch mit Julia Greba von der FADES AG über die aktuellen Herausforderungen im Handel und darüber wie sich der Mittelstand in einem zunehmend globalen und digitalen Wettbewerb

00:24:12: behaupten kann.

00:24:13: Leutlich geworden ist, es geht nicht nur um Preis- oder Geschwindigkeit sondern vor allem um Vertrauen, Qualität und Kundenerlebnis.

00:24:20: Gleichzeitig spielen Themen wie saubere Daten funktionierende digitale Prozesse und Kooperation eine immer wichtigere Rolle, um im Wettbewerb bestehen zu können.

00:24:29: Der Handel der Zukunft ist nicht entweder online oder stationär, sondern vernetzt flexibel und nahm Kunden.

00:24:35: Wer tiefer in das Thema Handel, E-Commerce und digitale Transformationen im Mittelstand einsteigen möchte dem empfehlen wir heute den Podcast «Zukunft des Mettelstand

00:25:16: Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk.

00:25:24: Weitere Informationen

00:25:26: finden Sie

00:25:27: auf unserer Website smarteminuskreisläufe.de und auf mittelstand-digital.de.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.